30.10.2026

Zehn Jahre lang einen Franken pro Tag für den Schutz vor Drohnen und Raketen – das muss uns die Luftabwehr wert sein!

Pro Militia lanciert Kampagne für den Schutz des Schweizer Luftraums. In Europa herrscht weiterhin Krieg: In Osteuropa treffen Drohnen und Raketen jeden Tag Wohnhäuser, Spitäler und Kraftwerke. Gegen eine Bedrohung aus der Luft kann sich die Schweiz heute praktisch nicht schützen. Ein verlässlicher Schutzschirm über unserem Land kostet 40 Milliarden Franken – das sind rund 4'400 Franken pro Einwohnerin und Einwohner oder gut ein Franken pro Tag über zehn Jahre. Pro Militia fordert jetzt einen Paradigmenwechsel und eine öffentliche Diskussion, was uns der Schutz des Luftraums wert ist. Es geht nicht darum, der Armee Geld zu geben. Es geht um den Schutz jedes Einzelnen, seiner Familie und seiner Versorgung. Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit.

Die Milchbüchlirechnung: Was kostet mich der Schutzschirm?

40 Milliarden Franken klingen nach einer unvorstellbaren Summe. Heruntergebrochen auf die rund 9 Millionen Menschen in der Schweiz sieht die Rechnung so aus:

 

Zehn Jahre lang gut einen Franken pro Tag. Das ist weniger als ein Gipfeli beim Bäcker. Rund 440 Franken im Jahr entsprechen etwa einer einzigen Monatsprämie der Krankenkasse. Zum Vergleich: Der Bund gibt jedes Jahr rund 90 Milliarden Franken aus – mehr als das Doppelte des gesamten Schutzschirms. Und die Schweiz hat fast 300 Milliarden Franken in amerikanische Staatspapiere investiert, ist aber gegen Drohnen und Raketen praktisch wehrlos. Für einen Franken pro Tag bekommt jede und jeder etwas, das man nicht kaufen kann, wenn es ernst wird: Schutz für die Familie, für Strom, Wasser, Spitäler und Arbeitsplätze. Darum fragt Pro Militia ganz direkt: Ein Franken pro Tag für den Schutz vor Bedrohungen aus der Luft – ist Ihnen das nicht wert?

Die Bedrohung ist real – und die Schweiz steht schutzlos da

In Europa herrscht Krieg. Die Ukraine zeigt jeden Tag, wie moderne Angriffe aussehen: Drohnen und Raketen aus hunderten Kilometern Entfernung, gezielt auf Wohnquartiere, Spitäler und Kraftwerke. Der hybride Krieg hat unser Land längst erfasst. Und wie können wir uns dagegen schützen? Von der einst stolzen Fliegerabwehr sind noch rund 50 Kanonen aus den 1960er-Jahren übrig – wirkungslos gegen Drohnen, Raketen und Gleitbomben. Die bestellten neuen Systeme reichen für den Schutz von gerade einmal acht kritischen Infrastrukturen. Flughäfen, Spitäler, Stromnetz – praktisch alles bleibt ungeschützt. Die Bevölkerung weiss es: Laut Sotomo halten 73 Prozent die Armee bei einem konventionellen und 80 Prozent bei einem hybriden Angriff für nicht verteidigungsfähig. Dazu kommt die Zeit: Luftverteidigungssysteme sind knapp, teuer und werden erst Jahre nach der Bestellung geliefert. Ganz Europa steht in der Warteschlange. Wer heute nicht bestellt, hat morgen keine Priorität bei der Auslieferung – und bleibt länger schutzlos.

Nicht die Armee braucht Geld – sondern unsere Heimat braucht Schutz!

Seit Jahren streitet Bern darüber, ob die Armee «mehr Geld» bekommen soll. Die Frage ist allerdings falsch gestellt. Richtig lautet sie: Wie gut sollen die Menschen in der Schweiz geschützt sein? Pro Militia fordert einen Paradigmenwechsel. Die Politik muss zuerst den Schutzgrad für Bevölkerung, Versorgung und kritische Infrastruktur festlegen – und dann die Mittel bereitstellen, mit denen die Armee diese Leistung erbringen kann. Schutz ist eine Leistung. Und Leistung kostet.

Es geht nicht um Aufrüstung. Es geht darum, eine Armee, die mangelhaft ausgerüstet ist, endlich genügend auszurüsten, damit sie Land und Leute schützen kann. Während europäische Länder 3,5 Prozent und mehr ihrer Wirtschaftsleistung in die Sicherheit stecken, peilt die Schweiz 1 Prozent an – irgendwann. Das ist unglaubwürdig und gefährlich.

Die Bevölkerung hat das Thema bisher verdrängt: Im UBS Sorgenbarometer 2025 landen die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten mit 14 beziehungsweise 9 Prozent weit hinten. Über 90 Prozent fühlen sich im Land sicher – weil sie sich gemäss dieser Umfrage von der Nato geschützt fühlen. Darauf können wir uns aber nicht verlassen! Pro Militia will dieses Bewusstsein ändern. Denn Sicherheit ist die Grundlage für Wohlstand, Arbeitsplätze und die Zukunft unserer Kinder. Eine junge Frau hat es auf die Frage, was Sicherheit für sie bedeute, so formuliert: «Die Freiheit, jederzeit aus dem Haus gehen und mich frei bewegen zu können, ohne Angst zu haben.» Genau darum geht es. Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit – und ohne Schutzschirm gibt es keine Sicherheit.

Die Forderungen von Pro Militia

Die Umsetzung darf nicht an Verzögerungen und politischen Spielchen scheitern. Pro Militia fordert von Bundesrat und Parlament:

  1. Sofort einen Investitionsfonds von 40 Milliarden Franken – per Notrecht beschlossen, damit Boden-Luft-Abwehrsysteme und Munition noch dieses Jahr bestellt und angezahlt werden können.
  2. Für 2027 ein Sonderrüstungsprogramm von 4 Milliarden Franken neben dem ordentlichen Armeebudget – nicht nur die knappe Milliarde des Bundesrates. Der Nationalrat muss die Finanzierung in der Wintersession 2026 freigeben.
  3. Einen mehrschichtigen Schutzschirm statt Pflästerlipolitik:
    – Ein zweites System grosser Reichweite (SAMP, L-SAM oder David's Sling) neben den fünf bestellten Patriot-Systemen – mindestens fünf Batterien.
    – Mindestens 10 bis 15 zusätzliche Abschusseinheiten mittlerer Reichweite vom Typ IRIS-T.
    – Mindestens 150 bis 200 zusätzliche Skyranger-Kanonen gegen Drohnen, damit alle wichtigen Infrastrukturen geschützt sind.
    – Einen Durchdienerverband oder eine Milizformation mit hoher Bereitschaft für den Betrieb des Schutzschirmes aus der Luft rund um die Uhr.
  4. Einen verbindlichen Schutzgrad für die Bevölkerung – und Transparenz: Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht zu erfahren, ob ihre Region im Ernstfall geschützt werden kann.
  5. Ein nationales Inventar der kritischen Infrastrukturen mit klaren Prioritäten und Zuständigkeiten von Bund, Kantonen und Betreibern.
  6. Ein Ja zur Änderung des Kriegsmaterialgesetzes am 29. November 2026, damit die Schweizer Rüstungsindustrie wieder liefern kann.

Von Bevölkerung und Wirtschaft braucht es ein Umdenken: Sicherheit gehört auf der Sorgenliste nach oben. Sie ist kein Thema für «Militärköpfe», sondern für jede Familie, jeden Betrieb und jede Gemeinde. Ein Franken pro Tag für den Schutz vor Drohnen und Raketen ist nicht zu viel – es ist das Minimum, das wir uns und unseren Kindern schuldig sind.

Vereinigung Pro Militia