Folgende Forderungen sind aus Sicht von Pro Militia unaufschiebbar, um ein mehrschichtiges Boden-Luft-Abwehrsystem für die Schweiz zu erreichen:
- Als Ergänzung zu den fünf in den USA bestellten und anbezahlten Systemen grosser Reichweite vom Typ Patriot ist zwingend ein zweites System vom Typ SAMP (europäisch), vom Typ L-SAM (koreanisch) oder vom Typ David's Sling zu beschaffen. Mindestens fünf weitere Batterien davon sind zeitnah zu bestellen.
- Als Ergänzung zu den fünf bestellten und den zwei geplanten Systemen mittlerer Reichweite vom Typ IRIS-T (Deutschland) sind dringend weitere mindestens 10 bis 15 Abschusseinheiten zu beschaffen, um einen deutlich höheren Schutzgrad für die Bevölkerung, die Versorgung (kritische Infrastruktur) und die Armee zu erreichen.
- Als Ergänzung zu den 32 Kanonenflab-Systemen Skyranger/Skynex (Schweiz), die für den Schutz von acht kritischen Infrastrukturen oder kleinen Räumen vor Drohnen und weiteren Flugobjekten ausreichen, sind umgehend weitere stationäre und mobile Systeme (Skyranger) zu beschaffen, um eine ausreichende Anzahl kritischer Infrastrukturen (Inventar und Priorität) sowie Räume und die Armee zu schützen. Schätzungsweise sind dazu mindestens 150 bis 200 zusätzliche Kanonen erforderlich.
- Für den Betrieb einer minimalen Bodluv-Verteidigung ist ein Durchdienerverband aufzustellen, alternativ eine Milizformation mit hoher Bereitschaft (MmhB).
In Anbetracht der jüngsten Erkenntnisse über vergangene Kaufverträge (F-35 etc.) ist unabdingbar, dass die Beschaffungen künftig transparenter und professioneller zu erfolgen haben. Der Gesamtbundesrat und das Finanzdepartement sind ebenso in die Pflicht zu nehmen, die Beschaffung durch das VBS zu unterstützen und zu beaufsichtigen. Das ist nötig, um verlorene Glaubwürdigkeit wieder zu steigern.
Vereinigung Pro Militia
