Pro Militia

Vereinigung ehemaliger und eingeteilter Angehöriger der Schweizer Armee
Association d’Anciens Militaires et de Militaires incorporés de l’Armée Suisse
Associazione di ex militari e di militari incorporati dell’Esercito Svizzero




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Diese Seite ist den Mitgliedern unserer Vereinigung vorbehalten, und zwar um Photos aus dem Militärdienst zu veröffentlichen und damit aus den Augen verlorene Dienstkameraden zu suchen, ihnen eine Nachricht zu senden oder allgemein interessierende photographische Erinnerungen (Bilder aus dem Dienstbetrieb, der Ausbildung oder Waffen usw.) zu veröffentlichen.

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Die Schweiz auf der Anklagebank

Bergier lebt weiter im Lehrbuch für die Schule

Zum Abschluss der UEK-Arbeiten

Armee XXI, Harald de Courten, Bern

Armee XXI und die Rettungstruppen, Christian Gambon

Landigeist und Expogeist, Karl Frey, Olten

Souvenirs (17. Februar 2003)

Impeachment (17. Februar 2003)


Die Schweiz auf der Anklagebank

Unter diesem Titel werden den Schülern folgende vier Aufgaben gestellt:
1. Welche drei Ereignisse sorgten 1997 dafür, dass die Schweiz in internationale Diskussionen zu ihrer Rolle während des Zweiten Weltkriegs verwickelt wurde?
2. Nenne vier Anschuldigungen, mit denen sich die Schweiz in den 1990er Jahren zu ihrer Rolle im Zweiten Weltkrieg auseinander setzen musste.
3. Welche der Anschuldigungen erscheint dir am schwerwiegendsten? Begründe deine Meinung.
4. Beschaffe dir ein Schweizer Schulgeschichtsbuch, das vor 1980 erschienen ist und das den Zweiten Weltkrieg behandelt. Suche und kommentiere Textstellen, die sich den drei Anschuldigungen gegen die Schweiz zu ihrer Rolle im Zweiten Weltkrieg befassen.


Bergier lebt weiter im Lehrbuch für die Schule

Nun haben die «Bergier-Berichte» in einem Geschichtslehrmittel für die Sekundarschule Eingang gefunden. Dies in einer Weise, die auch alt-Ständerat Franz Muheim nicht verhindern konnte. Die Arbeiten der «Unabhängigen Expertenkommission» umfassen mehr als 10’000 Zeilen mit einem Kostenaufwand von 23 Millionen Franken.

In zahlreichen Bereichen sind die Ergebnisse jedoch umstritten! Vor allem ist der Vergleich mit der Flüchtlingspolitik anderer Länder nicht gemacht worden. Es erweist sich als nötig, unserer heranwachsenden Jugend auch die Erinnerungen und Darlegungen von prominenten Zeitzeugen der schweren Kriegszeit zugänglich zu machen. Dazu gehört auch die Publikation «Geschichte der Schweiz im 2. Weltkrieg für Schulen» von A. Heller, St. Gallen. Solche Schriften tragen in wichtiger Weise dazu bei, unseren Schülern ein objektives und gerechtes Geschichtsbild der Schweiz zu vermitteln.

Bei der Vorstellung der «Bergier-Berichte» lautete die zusammenfassende Schlussfolgerung: «Die Politik unserer Behörden hat dazu beigetragen, das grausamste Ziel der Nazis zu verwirklichen, den Holocaust.» Es ist unverantwortlich, unserer Jugend eine derart ungerechte Diffamierung des Verhaltens der Schweiz in der damaligen Zeit zu vermitteln.

Noch ist die Aktivdienstgeneration, die sich zuweilen etwas störend gegenüber dem bestehenden Zeitgeist verhält, nicht ganz ausgestorben. So sind zu mindest von dieser Seite noch kritische Bemerkungen möglich, damit unserer Jugend kein einseitiges und manipulierendes Geschichtsbild unserer Vergangenheit übergeben wird.

Karl Frey, Olten


Zum Abschluss der UEK-Arbeiten

Es konnte nicht Aufgabe und Zweck der UEK (Unabhängige Expertenkommission) sein, einen von der so genannten «Aktivdienstgeneration» genährten und gepflegten «Mythos Schweiz» zu zerstören. Diesen Mythos gab es zu keiner Zeit – er ist eine Erfindung Nachgeborener.

Dagegen ist in jener Generation immer noch das Bewusstsein wach, den durch Nationalsozialismus und Faschismus geprägten Ideologien und Kriegen widerstanden zu haben. Dem langjährig dafür erbrachten Aufwand an geistigem Widerstand, aber noch greifbarer in der Form von Arbeit von Frauen und Männern zur Sicherung des Überlebens in der Wirtschaft, der Landwirtschaft und der Armee verdankt die heutige Generation ihr Leben und den verbreiteten Wohlstand.
Nicht zu vergessen sind die Millionen Diensttage der Wehrmänner und Frauen unter oft schwierigen und einfachsten Verhältnissen, im Durchschnitt zwischen 1½ bis 2 Jahren pro Mann, eben so wenig die Milliarden Franken, welche das Volk in den Kriegsjahren für diese Dienste, die Bewaffnung, Ausrüstung und Landesbefestigung aufbrachte.

Im Gegensatz zur böswilligen Verdrehung der Tatsachen, hat die betroffene Generation im 50. Jahr der Mobilmachung nicht den Kriegsbeginn «gefeiert», sondern sich im «Diamant» daran erinnert, dass ein geeinigtes Volk sich zum Widerstand gegen die mögliche Aggression entschloss.

Man nimmt die während fünf Jahren mit dem Einsatz von 200 Mitarbeitern und 22 Millionen Franken erbrachte Arbeit der UEK zur Kenntnis, deren Resultat nun in 26 Bänden mit über 11'000 Seiten vorliegt. Eine vertiefte Prüfung wird wiederum Zeit und Arbeit beanspruchen. Lehren aus Fehlern und Unterlassungen werden zu ziehen sein, ebenso werden Richtigstellungen anzubringen sein, wo eine einäugige und voreingenommene Betrachtung zu Fehlurteilen und Verurteilungen führte.

Titel und Inhaltsverzeichnisse der 26 Bände zeigen auf, dass die UEK (Bergier-Kommission) weit über den von Bundesrat und Parlament erteilten Auftrag hinausgeschossen ist. Einerseits mag man die Breite der aufgegriffenen Themen als Beitrag zur heutigen Sicht der Ereignisse und des Verhaltens Beteiligter zur Kenntnis nehmen.

Doch ist der Vorwurf zu erheben, eine vertiefte und vielseitigere Beurteilung und Darstellung der wirklichen Kernprobleme jener Zeit hätte der Geschichtsschreibung und dem Bild der Schweiz in jener dramatischen Zeit bessere Dienste geleistet.
Was in den Berichten fast völlig fehlt, ist die Darstellung der militärischen Bedrohungslage, die Umklammerung der Schweiz durch die Achsenmächte, die auch für die Versorgungslage von grösster Wichtigkeit war und die Behörden gezwungen hat, Konzessionen jeglicher Art einzugehen.

Weiter fehlt ein Vergleich des Verhaltens anderer neutraler Staaten, die mit den gleichen Umständen zu kämpfen hatten, aber wenigstens nicht von den Achsenmächten umklammert waren.

Man darf sich auch daran erinnern, dass ein gewisser Winston Churchill sich geäussert hat, dass von allen Neutralen die Schweiz am meisten geleistet hat. Natürlich kann sich Churchill nicht mit den Koryphäen der Bergier-Kommission messen.

Arthur Moll, Hermann Fuhrer


Armee XXI


Das Zustandekommen des Referendums gegen das neue Militärgesetz hat sein Gutes: Es wird mehr als sonst über die künftige Gestaltung unserer Armee diskutiert. Doch des Öfteren werden dabei wichtige Argumente, die zu Gunsten der Gesetzesvorlage sprechen, nicht genügend beachtet.

  • Ein Milizheer im Umfang der Truppenordnung 95 oder gar 61 im Einklang mit dem heutigen Stand der Technik ausrüsten und betreiben zu wollen, käme sowohl wegen der damit verbundenen Investitions- wie Betriebskosten viel zu teuer. Die Folge wäre, dass wir unsere Soldaten ungenügend ausgerüstet in den Kampf schicken müssten. Wollen wir das wirklich? Wenn nicht, bleibt nur die Verkleinerung, dafür aber auch die Verbesserung der Ausrüstung unserer Armee auf einen modernen Stand der Technik.
     

  • Damit verzichten wir – wie übrigens auch die meisten unserer Nachbarstaaten – allerdings auf eine eigenständige, flächendeckende Verteidigung unseres Territoriums, nicht aber auf unsere Neutralität : Diese wird erst, wie bisher schon, hinfällig, wenn wir mit Waffengewalt angegriffen werden. Doch ein solcher Angriff ist in der heutigen Lage wir in näherer Zukunft ohne längere Vorwarnzeit kaum denkbar. Ausbildung von Armeeangehörigen und Einsatz von Teilen unserer Armee zu Gunsten von Friedenserhaltung berühren wie bisher unsere Neutralität erst dann, wenn wir ein Gesuch von unwillkommener Seite ohne stichhaltige Begründung ablehnen würden.
     

  • Eine verkleinerte Armee hat zudem einen kleineren Kaderbedarf als heute, was der Wirtschaft unseres Landes ebenso zu Gute kommt wie die vorgesehene, gegenüber heute frühere Entlassung aus der Dienstpflicht mit 27 statt 42 Altersjahren.

Dies nur einige Faktoren, die es bei der Beurteilung der Frage, ob man das Referendum ablehnen oder unterstützen soll, zu berücksichtigen gilt.


Harald de Courten, Bern


Armee XXI und die Rettungstruppen

 

Wir von den Rettungstruppen sind allzeit bereit,
Hilfe zu leisten, ob es stürmt oder schneit.
Bei schweren Trümmerlagen reichen wir die Hand,
helfen zivilen Verbänden im ganzen Land.
Wir kämpfen uns durch Feuer, Beton, Stahl und Holz,
helden den Menschen, und das macht uns stolz.
Drum auf, Kameraden, wir beweisen unsren Mut,
schützen die Heimat, unser kostbares Gut.

Davanti soldati con l'ideal nel cuor,
per questo noi siamo nati, ed anche per l'amor.
La patria è tutta nostra e sempre con noi.
La patria è tutta nostra, la patria guarda noi.
 


Wenn man von Beginn an die Ausbildung und den Einsatz dieser Truppengattung mitgeprägt und verfolgt hat, scheint die Kürzung der Rettungstruppen mit Armee XXI von 28 auf vier Bataillone kaum verantwortbar.

 

Naturkatastrophen werden immer häufiger auftreten; bei kriegerischen Ereignissen stellt man fest, dass vorwiegend die Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen wird. In letzter Zeit nimmt der Terrorismus zu, zudem wird der Zivilschutz reduziert-
Wie sollen vier Rettungsbataillone übers ganze Jahr für mögliche Katastropheneinsätze im In- und Ausland einsatzbereit verfügbar sein? Katastrophen können in den seltensten Fällen programmiert werden.

 

Aus diesen Gründen ist ein Überdenken des Problems «Verminderung auf vier der Anzahl Rettungsbataillone zu Gunsten unserer Bevölkerung» auf politischer und militärischer Ebene unerlässlich.

Christian Gambon,
ehemaliger Instruktor Rett Trp

 


Landigeist und Expogeist

 

Die Generation, die in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten im Jahr 1939 den Landigeist erlebt hat, ist im Aussterben begriffen. Damals war es möglich, mit einem gesunden Patriotismus seine Verbundenheit und seine Liebe zum Vaterland auszudrücken, ohne als Ewiggestriger bezeichnet zu werden. Der damalige Landigeist hatte positive Auswirkungen auf das ganze Schweizervolk und gab diesem die Kraft und Zuversicht, Bewährungsproben zu bestehen. Es war damals nicht nötig, das Denken und Fühlen globalisierenden Impulsen anzupassen, um in einen verunsicherten Zustand zu gelangen, der die Treue zum eigenen Land in Frage stellt.

 

Die Zeiten ändern sich. An der Weltausstellung von Sevilla im Jahr 1992 lautete ein angeblich modernes Motto für unser Land «Die Schweiz existiert nicht!».
Schon damals wurden verunsicherte Schweizerinnen und Schweizer auf einen globalen Pfad der Identitätssuche geschickt, offenbar auch mit dem Ziel mitzuhelfen, den Einfluss der Nationalstaaten zu vermindern und diese in einen Auflösungsprozess zu versetzen.

 

An der Feier zum 1. August wurde nun in Biel versucht, den früheren landesbejahenden Landigeist in einen überkritischen Expogeist umzuwandeln, der auch die positiven Eigenschaften unseres Landes, zu denen die Staatsform der direkten Demokratie gehört, nicht nur in Frage stellt, sondern in diffamierender Art ins Lächerliche zieht und als Humbug bezeichnet. Doch dieses Ziel hat das fahnenlose Affentheater, zu dessen Sinnerfassung eine höhere Intelligenz notwendig sei, in keiner Weise erreicht. Dazu enthielt das Theatergeschehen zu viel an Banalitäten, Peinlichkeiten und Geschmacklosigkeiten, die nicht einmal die Voraussetzungen zu einer annehmbaren Satire erfüllen.

 

Es war der ausgezeichneten Rede von Bundesrat Samuel Schmid zu verdanken, dass doch noch Gedanken dargelegt wurden, die der Würde eines Nationalfeiertags angemessen sind.

Karl Frey, Olten


Souvenirs


Le 1er septembre 1939, toutes les cloches du pays se mirent à sonner pour annoncer la mobilisation générale, car la guerre est à notre porte. 63 ans ont passé depuis ce jour tragique. Le 30 août, Henri Guisan était nommé commandant en chef de notre armée par l’Assemblée fédérale. Une armé qui va monter la garde aux frontières, et ceci pendant six ans, années de notre jeunesse que nous avons sacrifiées pour sauvegarder notre patrie. Une patrie fondée par des gens valeureux, issus de petits cantons, dont nous avons commémoré le 711ème anniversaire le 1er août. Il faudrait que le peuple suisse tout entier se souvienne.


Mais où est la Suisse qui a travaillé avec ses mains et ses bras? Il y avait du travail pour tout le monde. On avait l’obligation de produire pendant 50 heures par semaine. … A cette époque, la mère était au foyer. Si un enfant venait au monde, la mère recommençait à travailler trois jours après l’accouchement. Aujourd’hui un seul mot à la bouche: nous devons évoluer. Résultat: c’est le chômage, les licenciements, les diminutions de salaires, …


Nous avons vécu six années de mobilisation. Nous avons dû faire de nombreuses concessions, mais grâce à des hommes éminents qui gouvernaient notre pays, nous avons pu faire face. Relevons spécialement notre général Guisan qui, dans son rapport du 25 juillet 1940 au Grütli, a trouvé les paroles qu’il fallait pour sortir notre peuple de sa léthargie et nous donner le courage pour aller de l’avant. Ce jour restera à jamais gravé dans le cœur des vétérans du réduit national. …


A la veille du 64ème anniversaire de la mobilisation, pensons à tous ceux qui ont œuvré à la survie de la Suisse, tous les soldats qui ont monté la garde pendant six ans aux frontières par tous les temps, les femmes qui ont dû accomplir les travaux des champs pendant l’absence du mari mobilisé, celles qui ont travaillé en fabrique et surtout une jeunesse qui a travaillé au Plan Wahlen pour assurer le ravitaillement du pays.


C’est cela qu’il faut retenir de la force d’une nation. Tout un peuple pour défendre son indépendance envers et contre tout. Et puis, une pensée émue à tous nos camarades qui sont morts pour le pays, soit par maladie, accidents ou en mission dangereuses. 1500 sont partis pour un monde que l’on dit meilleur. Tout ceci c’est souvenir impérissable de tous les vétérans de la mobilisation.


John Grandjean, Boudry



Impeachment?
 

Que pensent les Suisses de leur Conseil fédéral? Même si l’on admet que les dossiers à traiter par nos sept «sages» sont loin d’être simples, il faut constater que le manque d’expérience gouvernementale de certains, l’habitude vite prise de traiter les affaires au coup par coup, une confiance aveugle faite à des experts, spécialistes, technocrates et autres gourous, peuvent vite mener l’ensemble du collège à des situations frisant la catastrophe.


Si notre système gouvernemental a permis à plusieurs reprises l’élection de personnalités remarquables, on peut aussi dire que bon an mal an, la plupart des élus en place ont réussi à naviguer, voire à surnager dans les problèmes de leur département. Et quid des autres? Il faudrait sans doute qu’un intéressé ait tué père et mère pour que notre Parlement osât le prier de retourner à sa charrue.


Or, si l’on peut à la rigueur tolérer la gestion quelque peu brinquebalante d’un département, il ne saurait être question de voir un Conseiller fédéral – sous quel prétexte que ce soit – attenter l’essentiel de ce qui lui a été confié. Nombreux sont ceux qui pensent que tel est le cas de l’actuel titulaire de l’ex-Département militaire (DDPS). Sans entrer dans les détails d’un réquisitoire qui dépasserait largement les limites de cet article, on peut dire qu’en deux ans la direction du Département en question a réussi ce que 700 ans d’histoire, ni même Adolf Hitler, ni le GSsA n’avaient pu entamer: la confiance du peuple suisse dans son armée et le respect de celle-ci à l’étranger. Etranger où l’on peut être étonné (voire ravi, à Washington et à l’OTAN par exemple), de voir l’armée suisse abandonner l’élément qui a fait l’essentiel de sa force et de sa cohésion, à savoir l’appartenance cantonale de ses unités.


Même si le Parlement, par lassitude, antimilitarisme ou complicité, porte une responsabilité certaine dans ce dossier comme dans d’autres qui défraient la chronique, il devrait se trouver là quelque courageux militaire pour demander l’ouverture d’une procédure d’impeachment (pardon d’employer ce vocable américain que beaucoup comprendront certainement). Cela nous paraît indispensable, comme on le fait aujourd’hui à la tête de plusieurs grandes entreprises.


Jean-Pierre Margot, Neuchâtel





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